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Zum 70. Geburtstag • Werke von 1978 bis 2007
30. März bis 31. Mai 2008

Der Maler Klaus Fußmann begeht im März dieses Jahres seinen 70. Geburtstag. Wir freuen uns, Ihnen aus diesem Anlass Ölbilder, Arbeiten auf Papier und Druckgrafiken aus rund drei Jahrzehnten präsentieren zu können.

Den Auftakt macht das Interieur "Aktsaal" von 1978. Ein Steindruck, dessen Modulationen von Grau, Schwarz und Weiß sowie die flächige Gestaltung exemplarisch für das Fußmannsche Oeuvre dieser Zeit stehen und für seinen auf das Existenzielle konzentrierten Realismus. Über eine faszinierende Aquatinta aus der Island-Serie von 1982 sowie vielfältige florale Motive bis zu dem 2006 entstandenen Linolschnitt einer "Landschaft vor Ostsee" reicht die Spanne der insgesamt 29 Blätter, mit denen die Ausstellung einen Überblick über das druckgrafische Werk vermittelt.

Die Auswahl der Arbeiten auf Papier runden außerdem ruhig timbrierte Landschaften und farbintensive Blumenpracht in Form von Aquarellen, Gouachen und Pastellen ab.

Im Kontrast hierzu steht das Impasto der im letzten Jahrzehnt entstandenen Ölbilder, mit denen Klaus Fußmann in neue Farb-Territorien vorgedrungen ist. Landschaften, Florales oder Figürliches materialisieren sich im puren Klang der Farbe, pastos und filigran zugleich. Ein Fest der Augenlust und der Sinne, bei dem sich aus der ungegenständlichen Farbe und ihren überbordenden Schichten und Krusten ganz allmählich der ‘Gegenstand’ herauskristallisiert.

Höhepunkt der Ausstellung ist das 90 x 75 Zentimeter messende Ölbildnis "B. im Garten Gelting" aus dem Jahre 1998. Aber auch die kleinformatigen Leinwände wie "Rosen" oder ein "Stillleben" entzünden die Phantasie des Betrachters mit ihren aus dem Bildraum hervorkragenden Kanten und Schrunden. Die abstrakt anmutenden Farbkonglomerate lenken den Blick auf das Wesen der Dinge. So auch, wenn sich auf einer unbetitelten, 17 x 21 Zentimeter ‘großen’ Leinwand Farbschwünge aus roten Flecken und aufgewühlten Blau-Nuancierungen zu einem Sonnenuntergang am Meer erheben, mit allen Tiefen und Untiefen.



Ausstellung Reinhard Dickel und Klaus Fußmann
18. Mai bis 20. Juli 2002

Klaus Fußmann in Berlin vorzustellen, hieße Eulen nach Athen zu tragen.
Dennoch präsentiert die Ausstellung mit Arbeiten aus den vergangenen fünf Jahren eine künstlerische Entwicklung, die bislang in der Stadt so noch nicht zu sehen war.

Die Sujets sind die vertrauten, unerschöpflichen Landschaften, vornehmlich des hohen Nordens, Eindrücke vom Meer und Blumenmotive. Doch hat sich der Blick des Künstlers einmal mehr konzentriert.
Jedes Kornfeld, jede Waldlichtung, jeder Horizont wird zum Exzerpt des Wesentlichen. In der Reduktion dieser Veduten transformiert Fußmann die Farbe zum Träger landschaftlicher Strukturen, die im wortwörtlichen Sinne hervorstechen. Der Duktus der Ölbilder ist reliefartig gesteigert, ohne dabei an spontaner Ausdruckskraft zu verlieren.
Die Natur entfaltet ihre Schönheit und Pracht, vor allem aber offenbart sie ihren rauen Charakter, der an den pastosen Farbschichten gleich schroffen Klippen aufbricht. Realität und Dinglichkeit entzünden sich nurmehr an den Titeln.
Der Rest ist Farbe.

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