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REINER MÄHRLEIN - Skulptur
BENNO NOLL - Malerei
3. April bis 8. Mai 2004


Mit dieser Gemeinschaftsausstellung präsentiert die Galerie Mönch zwei Positionen, die über den üblichen Dialog von Malerei und Bildhauerei hinausgreifen. Die Kontrapunktik von Fläche und Raum überschreiten der 1959 geborene Reiner Mährlein und Benno Noll (Jahrgang 1958) bereits innerhalb des jeweiligen Werks; unabhängig voneinander und von zwei künstlerischen Standpunkten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Skulptur und Abstraktion auf der einen Seite, Malerei und Realismus auf der anderen.

Als Generalbass spielt bei beiden Künstlern das Material Eisen eine zentrale Rolle, vor allem aber seine korrodierenden Eigenschaften. In eigens entwickelten Techniken, werden die jeweiligen Qualitäten des Mediums wie auch der Trägerstoffe transformiert und legen im Zusammenspiel von Gestaltung und Zufall kadenzartig Spuren zu neuen Lesarten von Malerei und Bildhauerei.

So wenn Reiner Mährlein die Skulptur partiell als Quasi-Druckstock benutzt und im Zersetzungsprozess prägend neue Raumkörper entstehen, das Büttenpapier sozusagen mit dem Hammer bemalt wird. Die dreidimensionalen Formen lagern sich in den zweidimensionalen Strukturen des Büttens ab, wo sie als reliefartige Raum-Bilder oder als Bestandteil einer Skulptur den schweren Charakter des Ursprungsmaterials mit der Leichtigkeit von Papier kontrastieren, und sich das massige Volumen in die Fläche eingräbt und von dort erneut ausdehnt.

Benno Noll konzentriert die Polarität von Schwere und Leichtigkeit allein auf das zweidimensionale Tafelbild. Ausgangspunkt und Beweggrund war und ist für Noll stets die realistische Malerei, der er mit Eisenpigmenten eine eigenwillige, bisweilen entrückte Stofflichkeit verleiht. Darüber hinaus erfahren die Bilder durch das zusätzliche Verfahren der Monotypie eine abstrahierende Ausdrucksqualität, in der sich das Gegenständliche im imaginären Zwischenraum des Produktionsprozesses abdrückt und sein Eigenleben entwickelt.