Unsere kommende Ausstellung:

Betina Kuntzsch

Aus der Stadt II · VIDEO-ZEICHNUNGEN

Vernissage: 16. März, 15-18 Uhr

Einführung: Michaela Nolte

Ausstellung bis 11. Mai 2019

Betina Kuntzsch UNTER GRUND | 2019 | Serie von 15 Videozeichnungen,

Piezoprint auf Papier, Auflage 3+2 AP | 60 x 40 cm

Betina Kuntzsch · Aus der Stadt II

Wir freuen uns, nach Aus der Stadt (2010) und Filmstaub Altes Gaswerk (im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie 2014), die nunmehr dritte Einzelausstellung mit neuen Arbeiten (Videos, eine Projektion und Prints) der Berliner Künstlerin und Filmemacherin zu präsentieren.

 

Betina Kuntzsch hat an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert, wo sie 1988 – als erste und wohl auch einzige Studentin zu DDR-Zeiten – ihr Diplom mit einem Video erlangte.

Seither erforscht Kuntzsch – die in den in den letzten Jahren außerdem zur gefeierten Autorin animierter Dokumentarfilme avancierte – die Schnittstellen und Überlagerungen von technischen Entwicklungen und künstlerischen Visionen, die stets Bezug auf die sich wandelnde Realität nehmen.

 

Die Video-Zeichnungen von Betina Kuntzsch

2006 erfand Betina Kuntzsch die Video-Zeichnung. Zunächst, indem sie zufällige Materialdefekte wie grobe Pixel oder die Rastereffekte, die durch Video-Halbbilder entstehen – Bildstörungen also –, in ihre Fotografien übertrug. Aus diesen ursprünglichen Video-Zeichnungen auf Papier entwickelte Kuntzsch elektronisch animierte Bewegungsstudien, mit denen sie dem immateriellen Medium ungewöhnliche materielle Qualitäten entlockt sowie Raum und Zeit in einer Art Dehnungsfuge überschreibt und öffnet.

 

Als Grenzgängerin zwischen Medienarchäologie und computerbasierter Zeitgenossenschaft gräbt Betina Kuntzsch nach den Sandkörnern im wirklichen sowie im virtuellen Getriebe und schafft so Parabeln von hintergründiger Aktualität und Humor.

Parallel eröffnet in den Nachbarräumen die Stiftung für Bildhauerei die Ausstellung Henner Kuckuck · Kleine Retro.