Biographie

1960 geboren in Ghana
1983 B.A. Fine Art, University of the Witwatersrand, Südafrika
1984 B.A. Honors in Comparative Literature, University of the Witwatersrand
1985-91 Studium an der Hochschule der Künste Berlin
1991 Meisterschüler bei Prof. Wolfgang Petrick, Hochschule der Künste Berlin
1993-97 Projektgalerie SOMA Berlin
1996 Dozent für Malerei, Michaelis School of Fine Art, Cape Town, Südafrika
seit 1998 Dozent für Malerei, Rhodes University, Grahamstown, Südafrika
2010 verstorben in Grahamstown, Südafrika

Einzelausstellungen (Auswahl)

2012 “Körper und Köpfe”, Galerie Mönch Berlin
2011 “Berliner Jahre” Sara Asperger Gallery, Berlin
2010 “Doppelgänger | Double” Erdmann Contemporary, Cape Town
2007 “After Images” Joao Ferreira Gallery, Cape Town
2006 Joao Ferreira Gallery, Cape Town
2005 “Cast offs” Joao Ferreira Gallery, Cape Town
2004 “The Inquisitors” Galerie Asperger, Berlin
2003 “Exitus” National Arts Festival, Grahamstown
“The Inquisitors” Joao Ferreira Gallery, Cape Town
2002 “Interim” Joao Ferreira Gallery, Cape Town
2001 “Subject : Object” National Art Festival, Grahamstown and NSA Gallery Durban
1999 “Bad” Joao Ferreira Gallery, Cape Town
Joao Ferreira Fine Art (mit Jenö Gindl und Leora Farber), Cape Town
1998 “Viscera” National Arts Festival, Rhodes University, Grahamstown
1997 Association for Visual arts, Cape Town
“Some-Bodies” NSA Gallery, Durban
1996 Labia Gallery, Cape Town
Galerie Mönch Berlin
1995 Ausstellung im Glasgang, Akademie der Künste, Berlin
“Zeichnungen” Projektgalerie SOMA, Berlin
Galerie Mönch Berlin
1994 “Membran Körper” Galerie Asperger Sarl, Strasbourg (Katalog)
“Take Away” Projektgalerie SOMA, Berlin ( with J. Gindl)
“Kinder, Reime, Fittiche” Galerie Loulou Lasard, Berlin
1989 “Gelb, Grau, Glieder” Gallery Bichette, Berlin
1984 Market Gallery, Johannesburg (mit L. Hojem)

Gruppenausstellung (Auswahl)

2009 “New Painting” Joao Ferreira Gallery, Cape Town
“Zeichnungen und Druckgrafiken” Galerie Mönch Berlin
2008 “Abstraction” Joao Ferreira Gallery, Cape Town
2007 “30 Jahre Galerie Mönch” (Part 1) Galerie Mönch Berlin
2005 “Deep Action” Georg-Kolbe-Museum, Berlin (Katalog)
“Das kleine Format” Galerie Mönch Berlin
2003 “Herbstblätter” Galerie Mönch Berlin
2001 “Change no sorry” Joao Ferreira Gallery, Cape Town
“Works on Paper” Joao Ferreira Gallery, Cape Town
1999 Galerie Poll, Berlin
1998 Galerie Mönch Berlin
Harris Fine Art, Cape Town
1997 Strasbourg Art Fair
1996 Michaelis School of Fine Art, Staff Exhibition
1995 “Standpunkte” Rafael Vostell Fine Art, Berlin (Katalog)
“Close up” Städtische Galerie, Bremen (exhibition curatorship)
SOMA in Bethanien, Kunstamt Kreuzberg, Berlin (Katalog, curatorship)
Museum für Angewandte Kunst, Gera
XXX, Explicit Images, Berlin
“Sell-Out” Projektgalerie SOMA, Berlin
“Displacements. South African Works on Paper” Mary and Leigh Block Gallery, Chicago
1993 Window-shopping, Berlin
NewTown Galleries, Johannesburg
“Accrochage” Gallery W. Asperger
1992 Umbau, Friedrichstraße, Berlin
1991 “Schlaraffenland” Akademie der Künste zu Berlin (Katalog, curatorship)
“Accrochage” Gallery W. Asperger
1990 “Four Artists from Berlin” Dom Kultury (Kultur-Institut) Krakau, Polen
“Grenzsituationen – Gewalt” Kunstverein Rotenburg (Katalog)
1988 “Der Fleischberg” Gallery Bichette, Berlin
1987 “Stammbaum” Katakomben Kreuzberg, Berlin
1983 Martiensen Prize Exhibition, WITS (1. Preis Malerei)
Der Körper als Membran

Die Bilder wie auch die Zeichnungen von Mark Hipper erzeugen in ihrer Vielschichtigkeit und Ambivalenz eine Spannung, der man sich nicht entziehen kann: in den überdimensionalen Kohle-Portraits mit ihren intensiven Schwarzweißschattierungen ebenso wenig wie in den Aktzeichnungen oder den großformatigen Pastellen, auf denen kindliche Körper in blassblauen Gewässern schwimmen, treiben, gleichsam auftauchen und untergehen. „Ohne den Körper als Wahrnehmungsorgan existiert keine Realität“, so der 1960 in Ghana geborene und in 2010 in Südafrika verstorbene Künstler. „Das interessiert mich: wie diese Membran funktioniert.“

Mark Hippers Arbeiten erschließen sich nicht leicht, doch ziehen sie den Betrachter durch ihre eigenwillige Direktheit und Tabulosigkeit unweigerlich in ihren Bann und erzeugen eindringliche Nachbilder. Überlagerungen und proportionale Verschiebungen, die an der Oberfläche kaum wahrnehmbar sind, eröffnen hinter einer figurativen Formensprache Mark Hippers vexierbildartige Schichten.

Die sinnliche Komposition der großformatigen Köpfe, ihr flirrendes Spiel von Licht und Schatten, lassen unsere Wahrnehmung ins Wanken geraten. Lassen Gefühle zwischen Faszination und Unbehagen entstehen. Doch niemals Gleichgültigkeit. Die Gesichter von betörend geheimnisvoller Ausdruckslosigkeit, ihre vermeintliche Leere, aber auch ihre endlose Ruhe, scheinen Totenmasken nachempfunden. Mehr als Portraits gleichen sie Landschaften der menschlichen Seele.

In der Deformation der Körper und ihrer fragmentarischen Darstellung kreisen Mark Hippers Bilder und Akte konzentrisch um die Abgründe menschlicher Seelenzustände und Daseinsformen. Dem Verschwinden des Körpers in virtuellen Zeiten hat Mark Hipper kraftvolle Bilder des Körpers in all seinen Möglichkeiten entgegengesetzt.